Materialkreislaufwirtschaft
Wie die Kreislaufwirtschaft in Deutschland funktioniert und warum sie so wichtig ist.
Was ist Materialkreislaufwirtschaft?
Die Materialkreislaufwirtschaft beschreibt das Bestreben, Stoffkreisläufe möglichst vollständig zu schließen. Anstatt Rohstoffe abzubauen, zu verarbeiten und anschließend zu entsorgen, werden Materialien mehrfach genutzt und am Ende ihrer Lebensdauer recycelt.
Gesetzliche Grundlagen
Die deutsche Kreislaufwirtschaft basiert auf dem Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) aus dem Jahr 2012. Es setzt die EU-Abfallrahmenrichtlinie um und verfolgt das Ziel, die Kreislaufwirtschaft zu fördern und Schadstoffe aus Stoffkreisläufen zu entfernen.
Die Abfallhierarchie
Das Kreislaufwirtschaftsgesetz legt eine fünfstufige Abfallhierarchie fest, die die Prioritätsreihenfolge bei Maßnahmen zur Abfallvermeidung und -bewirtschaftung festlegt:
- Vermeidung: Möglichst wenig Abfall produzieren
- Vorbereitung zur Wiederverwendung: Produkte erneut nutzen
- Recycling: Stoffliche Verwertung von Abfällen
- Sonstige Verwertung: Energetische Verwertung
- Beseitigung: Letzte Option, wenn keine Verwertung möglich
Mineralische Abfälle im Bauwesen
Das Bauwesen ist einer der ressourcenintensivsten Wirtschaftszweige. Rund 60 Prozent aller in Deutschland anfallenden Abfälle stammen aus dem Bausektor. Mineralische Abfälle wie Bauschutt, Asphalt und Beton machen dabei den größten Teil aus.
Die Ersatzbaustoffverordnung (EBV)
Die EBV regelt spezifisch den Umgang mit mineralischen Ersatzbaustoffen. Sie legt fest, unter welchen Bedingungen diese Stoffe inverkehrgebracht und eingesetzt werden dürfen. Ziel ist es, natürliche Rohstoffe zu schonen und gleichzeitig den Schutz von Mensch und Umwelt zu gewährleisten.
Vorteile der Kreislaufwirtschaft
- Schonung natürlicher Ressourcen
- Reduzierung von CO2-Emissionen
- Energieeinsparung durch Recycling
- Schaffung von Arbeitsplätzen in der Recyclingbranche
- Verringerung der Abfallmengen auf Deponien
EBV-Dokumentation vereinfachen
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