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10. Februar 2026Deckblatt4 Min. Lesezeit

EBV-Deckblatt erstellen: Schritt-für-Schritt Anleitung

von Ersatzbaustoff-Manager Redaktion

EBV-Deckblatt erstellen: Schritt-für-Schritt Anleitung

Das Deckblatt ist das zentrale Dokument der EBV-Dokumentation. Es begleitet jeden Transport von Ersatzbaustoffen und muss beim Einbau vorliegen. Fehler im Deckblatt können zu Bußgeldern führen. In dieser Anleitung zeigen wir Ihnen, wie Sie ein korrektes Deckblatt erstellen. Siehe auch unsere Deckblatt-Vorlage für eine visuelle Übersicht.

Warum ist das Deckblatt so wichtig?

Das Deckblatt nach § 25 EBV erfüllt mehrere Funktionen:

  • Nachweis der Materialqualität gegenüber Behörden
  • Dokumentation der Lieferkette vom Erzeuger zum Verwender
  • Grundlage für die Kataster-Pflicht (wo wurde was eingebaut?)
  • Schutz vor Haftung bei späteren Problemen

Ohne korrektes Deckblatt darf kein Ersatzbaustoff eingebaut werden. Bei einer Kontrolle ohne Deckblatt drohen sofortige Stilllegung und Bußgelder.

Pflichtangaben auf dem EBV-Deckblatt

Ein vollständiges Deckblatt muss folgende Angaben enthalten:

1. Angaben zum Erzeuger

  • Name und Anschrift des Erzeugers/Aufbereiters
  • Güteüberwachungsnummer (falls vorhanden)
  • Kontaktdaten

2. Angaben zum Material

  • Materialbezeichnung (z.B. "Recycling-Baustoff")
  • Materialklasse (RC-1, RC-2, RC-3, BM-0, BM-F0 etc.)
  • Abfallschlüssel (AVV-Nummer)
  • Herkunft des Ausgangsmaterials
  • Untersuchungsergebnisse (Verweis auf Prüfbericht)

3. Angaben zum Einbauort

  • Adresse des Einbauorts
  • Gemarkung, Flur, Flurstück (für das Kataster)
  • Einbauweise (z.B. "Technisches Bauwerk")
  • Einbauvariante nach Anlage 2 oder 3 der EBV

4. Angaben zur Lieferung

  • Menge in Tonnen
  • Lieferdatum
  • Lieferscheinnummer
  • Transporteur (Name und Anschrift)

5. Angaben zum Verwender

  • Name und Anschrift des Bauunternehmens
  • Verantwortlicher Ansprechpartner
  • Bauvorhaben/Projektnummer

6. Bestätigungen

  • Bestätigung der Einhaltung der Grenzwerte
  • Unterschrift des Erzeugers
  • Datum der Ausstellung

Schritt-für-Schritt: So erstellen Sie ein korrektes Deckblatt

Schritt 1: Material klassifizieren

Bevor Sie das Deckblatt erstellen, muss das Material korrekt klassifiziert sein. Prüfen Sie:

  • Liegen aktuelle Untersuchungsergebnisse vor?
  • In welche Materialklasse fällt das Material?
  • Welche Einbauvarianten sind zulässig?

Tipp: Der Ersatzbaustoff-Manager klassifiziert Ihr Material automatisch anhand der Prüfwerte.

Schritt 2: Einbauort prüfen

Nicht jedes Material darf überall eingebaut werden. Prüfen Sie:

  • Ist der Einbauort für diese Materialklasse zulässig?
  • Liegt der Einbauort in einem Wasserschutzgebiet?
  • Welche Einbauvariante kommt in Frage?

Schritt 3: Pflichtfelder ausfüllen

Füllen Sie alle oben genannten Pflichtfelder sorgfältig aus. Besonders häufige Fehler:

  • Verwechslung von Materialklassen
  • Fehlende Flurstückangaben
  • Falsche oder fehlende AVV-Nummer

Schritt 4: Dokument prüfen

Kontrollieren Sie das fertige Deckblatt:

  • Sind alle Pflichtfelder ausgefüllt?
  • Stimmen die Materialangaben mit dem Prüfbericht überein?
  • Ist der Einbauort korrekt angegeben?

Schritt 5: Unterschreiben und archivieren

  • Deckblatt vom Verantwortlichen unterschreiben lassen
  • Kopie an den Verwender übergeben
  • Original archivieren (mindestens 5 Jahre)

Häufige Fehler und wie Sie sie vermeiden

Fehler 1: Falsche Materialklasse

Problem: RC-2 wird als RC-1 deklariert, weil ein Grenzwert übersehen wurde. Lösung: Alle Prüfwerte systematisch gegen die Grenzwerttabellen prüfen.

Fehler 2: Unvollständige Einbauort-Angaben

Problem: Nur die Adresse, aber keine Flurstück-Angaben. Lösung: Vor der Erstellung die Kataster-Daten vom Grundstückseigentümer anfordern.

Fehler 3: Veraltete Prüfberichte

Problem: Der Prüfbericht ist älter als die zulässige Geltungsdauer. Lösung: Geltungsdauer der Prüfberichte im System tracken.

Fehler 4: Fehlende Anzeige

Problem: Vergessen, den Einbau vorab bei der Behörde anzuzeigen. Lösung: Automatische Erinnerung einrichten.

Der schnellere Weg: Automatisierte Deckblatt-Erstellung

Die manuelle Erstellung von EBV-Deckblättern ist zeitaufwendig und fehleranfällig. Professionelle Tools wie der Ersatzbaustoff-Manager automatisieren den Prozess:

  • Materialwerte eingeben → automatische Klassifizierung
  • Einbauort wählen → automatische Prüfung der Zulässigkeit
  • Deckblatt generieren → alle Pflichtfelder korrekt ausgefüllt
  • PDF exportieren → bereit für Kontrollen und Archivierung

So reduzieren Sie den Zeitaufwand pro Deckblatt von 15 Minuten auf unter 2 Minuten – und vermeiden kostspielige Fehler.

Checkliste: Ist Ihr Deckblatt vollständig?

  • [ ] Erzeuger-Daten vollständig (Name, Adresse, Güteüberwachung)
  • [ ] Materialklasse korrekt angegeben
  • [ ] AVV-Nummer vorhanden
  • [ ] Prüfbericht referenziert und aktuell
  • [ ] Einbauort mit Flurstück-Angaben
  • [ ] Einbauweise und -variante angegeben
  • [ ] Menge und Lieferdatum
  • [ ] Transporteur-Angaben
  • [ ] Verwender-Daten vollständig
  • [ ] Unterschrift und Datum

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine rechtliche Beratung. Stand: Februar 2026.

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